Andalusien - Teil I
Andalusien, das wahrscheinlich bekannteste Urlaubsgebiet in Spanien, umfaßt die acht Provinzen Almeria, Cádiz, Córdoba, Granada,
Huelva, Jaén, Sevillaund Málaga. Das gesamte Gebiet erstreckt sich über ca. 87.300 Quadratkilometer mit rund 6,5 Millionen
Einwohnern. Die Hauptstadt Andalusiens ist das ebenso schöne wie bekannte Sevilla. Die Menschen, sogar die in den meisten
Touristenorten an den Küsten, sind sehr gastfreundlich und grüßen meist mit einem freundlichen "hola" (Hallo).
Zum wirklichen andalusischen Leben gehört auch ein besonderes Verhältnis zu Lautstärke und Lärm, nicht immer zur Freude von
ruhesuchenden Touristen; aber Hand auf`s Herz, kennen Sie den Süden anders? Wer war nicht schon einmal in Italien und hat
sich über diese Art von Temperament ausgelassen? Kommunikation wird nun einmal groß geschrieben im Süden Spaniens, lautstark
wird auch in der Öffentlichkeit bis spät in die Nacht gestenreich diskutiert, was dem Außenstehenden manchmal den Eindruck
vermittelt, Zeuge einer höchst emotionalen Situation zu sein.
Einblick in die Mentalität der Andalusier bekommt man am besten bei einem der zahlreichen Feste. Hier spürt man wie tief Tanz
und Gesang in der andalusischen Seele verwurzelt sind, wie ansteckend ausgelassen und fröhlich die Menschen hier sein können,
wie wenig sie aufgesetztes Spektakel benötigen.
Nehmen wir z.B. die Feria in Malaga - ein Sommerfest vom 15. - 24. August. Die Straßen des historischen Stadtkerns in Malaga
und um den Festplatz herum füllen sich zunehmend mit Menschen, die die Bars und Festbuden aufsuchen. Zehn Tage feiert hier
Jung und Alt, alle Nationalitäten werden hier willkommen geheißen. Bei solch einer ausgelassenen Stimmung ist es nicht schwer,
neue Freundschaften zu schließen.
Ein farbenfrohes Spiel und eine prächtige Ausschmückung bestimmen das Fest und verzaubern den Besucher, der sich hier bald
selbst wie ein Malagene fühlt. Die Stadt öffnet ihre Tore für circa sechs Millionen Besucher jährlich.
Sie können Ihre Besichtigungstour um 12 Uhr mittags in der Altstadt beginnen, denn um diese Uhrzeit sind bereits alle Bars
und Festbuden geöffnet. Empfehlenswert für den kleinen Hunger zwischendurch sind die sogenannten "Tapeo`s" - eine Ration
aus iberischem Schinken und Wurstware und etwas Käse. Dies ist genau der richtige Auftakt, dazu empfiehlt sich ein Manzanilla
(ein herber andalusischer Weißwein). Überall wird in den Straßen zu moderner, aber auch alter spanischer Musik getanzt, denn
aus der Vielzahl der Cafés und Bars erklingen mitreißende Klänge und es ergibt sich eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre.
Sie haben diese Aussage wahrscheinlich schon öfter gehört: Was für den Einen die Toscana in Itatien ist, so schwärmt der Andere
für Spanien`s Andalusien.
Andalusien bekannt, als das Land des auch in Spanien selbst nicht ganz unumstrittenen Stierkampfes und des Flamencos,
besteht aus zwei absolut gegensätzlichen Naturräumen. Im Nordwesten, das durch die Sierra Morena im Norden
abgeschlossene und vom Guadalquivir (der Fluß, der auch durch Sevilla fließt) durchströmte andalusische Tiefland, ein welliges
Hügel- und Terrassenland und ausgedehnte Sümpfe im Mündungsgebiet, durch eine sandige Nehrungsküste vom Meer getrennt.
Im Südosten erstreckt sich das andalusische Gebirgsland (die Betische Kordillere) über ca. 600 km mit eingelagerten Hochbecken.
Die Sierra Nevada ist mit 3.478 m die höchste Erhebung auf dem spanischen Festland. Hier liegt auch Europas höchstgelegenes
Skigebiet (nur knapp 2 Autostunden von dem kleinen Bergdorf Cómpeta entfernt).
Klima und Reisezeit
Andalusien steht für milde Winter und lange, heiße Sommer. In den Monaten Juli bis September kann das Thermometer bis auf
35 Grad Celsius an der Küste, und im Landesinneren (z.B. Sevilla) auf über 40 Grad Celsius steigen. Zwischen Dezember und
Februar kann es auf 12 Grad Celsius fallen, doch ist es durchaus an der Tagesordnung, daß man auch in den Wintermonaten an
der Costa del Sol Temperaturen bis zu 20 Grad Celsius erlebt.
In den Gebirgsregionen kann es dagegen kalt werden. Die niederschlagsreichsten Gebiete liegen in den Provinzen Cádiz und
Córdoba. Es gibt sogar eine "Regenzeit", diese kann im Herbst und im Frühjahr auf das Land zukommen. Schnee fällt i.d.R.
nur in der Sierra Nevada, die sich auch teilweise im Sommer schneebedeckt zeigt.
Die günstigste Reisezeit richtet sich nach der Urlaubsgestaltung. Im Sommer sind Städtereisen nicht unbedingt empfehlenswert,
da bietet sich eher der Strandurlaub an. Im Winter verwöhnt die Costa del Sol ihre Besucher mit einem erstaunlich milden Klima.
Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von
www.competa-online.de.
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